1. Übergänge
Durch die Nähe zu den anderen Einrichtungen und der Grundschule fördern wir eine enge Zusammenarbeit und schaffen wertvolle Vernetzungen. Dadurch unterstützen wir die Familien sowie den Übergang der Kinder untereinander in die gemeindlichen Einrichtungen. Mit den Kindern werden im Laufe der Kindergartenzeit die verschiedenen Einrichtungen besucht und gemeinsame Aktionen durchgeführt.
4.1 Der Übergang in unsere Einrichtung – Eingewöhnung und Beziehungsaufbau
| 1. Kindergartentag | Bezugsperson begleitet das Kind maximal 2 Stunden in der Kernzeit |
| 2. Kindergartentag | Bezugsperson begleitet das Kind maximal 3 Stunden in der Kernzeit mit zeitweiser Ablösung vom Kind (Kurzer Einkauf oder Möglichkeit des Aufenthalts im Nebenraum) |
| 3. Kindergartentag | maximal 3 Stunden Ablösung/Verabschiedung vor dem Morgenkreis |
| 4. Kindergartentag | Ablösung/Verabschiedung vor dem Morgenkreis Abholung nach der Kernzeit à 12.15 Uhr |
| 5. Kindergartentag | bei kurzer Buchung die gesamte Buchungszeit bei Ganztagsbuchung Abholung nach dem Mittagessen |
| 6. Kindergartentag | Bei Ganztagsbuchung mit Schlafen und Abholung im Anschluss um 15.00 Uhr |
| Ab dem 7. Tag | Langsame Steigerung bis zur gebuchten Zeit |
Die Eingewöhnung in unserer Einrichtung orientiert sich an diesem Ablaufplan. Uns ist es wichtig, dem Kind ausreichend Zeit zu geben, Vertrauen aufzubauen und sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Daher halten wir uns an die einzelnen Eingewöhnungsschritte und führen keine vorzeitigen Trennungen durch. Erst wenn das Kind eine tragfähige Beziehung zu den pädagogischen Fachkräften aufgebaut hat und sich sicher fühlt, werden die nächsten Schritte der Eingewöhnung gemeinsam mit den Eltern umgesetzt. Die Bedürfnisse und das individuelle Tempo des Kindes stehen dabei jederzeit im Mittelpunkt.
Während der gesamten Eingewöhnungszeit sind Gespräche mit den Bezugspersonen zum Vertrauensaufbau besonders wichtig!
4.2 Der Übergang von der Krippe
Für einen reibungslosen Übergang von der Krippe in den Kindergarten tauschen sich die Leitungen über verschiedene Ziele und Angebote aus, die die Einrichtungen und Kinder betreffen. Individuelle Besuchstage werden unter den Einrichtungen ausgemacht. Zum Ende des Kiga – Jahres besuchen die Fachkräfte aus der eingeteilten Gruppe, die Krippenkinder in der Einrichtung. Der Austausch mit den Fachkräften wird sehr sensibel vorbereitet, hier steht das Kennenlernen und der Austausch über die Stärken der Kinder im Vordergrund. Ebenso bieten wir für die Krippenkinder, genauso wie für alle anderen neuen Kinder, Schnuppertermine in der zukünftigen Gruppe an.
Stichtag für den Wechsel zwischen Kindergarten und Kinderkrippe ist der 30.09. eines Jahres
Kinder die nach dem 30.09. geboren sind und die Kinderkrippe besuchen, bleiben in dem Jahr, in dem sie 3 Jahre alt werden, weiterhin in der Krippe. Ein Wechsel während des laufenden Jahres ist nicht möglich.
Nach ca. 2-wöchiger, erfolgreicher Eingewöhnung und Rücksprache mit dem Personal können die Kinder das erste Mal mit dem Bus fahren!
Für unsere Buskinder und –Eltern ist es wichtig und verpflichtend, den Kontakt mit dem Kindergarten zu pflegen. Daher ist es uns wichtig, einmal wöchentlich das Kind in den Kindergarten zu bringen oder abzuholen!
In den Ferien und an Schulfreien Tagen, findet keine Busbeförderung statt.
4.3 Der Übergang in die Schule
Die Vorbereitung auf die Schule beginnt bei uns bereits mit dem Eintritt in den Kindergarten und begleitet die Kinder während ihrer gesamten Kindergartenzeit. Im letzten Kindergartenjahr werden die Vorschulkinder durch zusätzliche Angebote gezielt auf den bevorstehenden Übergang in die Grundschule vorbereitet.
Ein fester Bestandteil dieser Vorbereitung sind die „Schlauen-Füchse-Treffen“. Hier kommen alle Vorschulkinder der Gemeinde Eching regelmäßig zusammen. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Spielen, das gegenseitige Kennenlernen und das Knüpfen neuer Kontakte. Ziel ist es, das Gemeinschaftsgefühl („Wir-Gefühl“) der zukünftigen Schulkinder zu stärken und ihnen den Übergang in die Grundschule zu erleichtern. Die Treffen finden überwiegend im Wald statt und orientieren sich mit ihren Angeboten an den jeweiligen Jahreszeiten. Naturbezogene und altersgerechte Aktivitäten bieten den Kindern vielfältige Möglichkeiten, gemeinsam Erfahrungen zu sammeln und ihre sozialen Kompetenzen weiterzuentwickeln.
Ein weiteres Highlight im letzten Kindergartenjahr ist die Schulhausrallye, die von der Grundschule organisiert wird. An diesem Tag lernen die Kinder das Schulgebäude auf spielerische Weise kennen und erhalten erste Einblicke in den Schulalltag. Sie begegnen den Schülerinnen und Schülern der ersten Klassen und erleben durch die gemeinsame Pause eine authentische Schulsituation. Dadurch wird der Schulalltag für die Kinder greifbarer und mögliche Unsicherheiten vor dem Schuleintritt können abgebaut werden.
Ein regelmäßiger Austausch zwischen der Kooperationsbeauftragten der Grundschule, den pädagogischen Fachkräften der Kindertageseinrichtungen, der Schulleitung sowie den Einrichtungsleitungen bildet die Grundlage einer gelingenden Zusammenarbeit. Gemeinsam werden Ziele für die Gestaltung des Übergangs abgestimmt sowie Kompetenzen und Fähigkeiten erörtert, die für einen erfolgreichen Schuleintritt von Bedeutung sind.
Darüber hinaus stehen wir auch mit weiteren Schulen und Fördereinrichtungen in engem Kontakt. Ein wertschätzender und fachlicher Austausch mit Einrichtungen wie der Pestalozzi-Schule, den Sonderpädagogischen Förderzentren (SFZ) sowie weiteren Schulen ermöglicht es uns, Kinder und Familien entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse zu begleiten und Übergänge bestmöglich zu gestalten.
4.4 Der Übergang in den Hort
Mit den Fachkräften des Hortes tauschen wir uns über eine positive Übergangsgestaltung aus.
Mit allen Vorschulkindern besuchen wir vor der Schulanmeldung den Hort.
Dabei lernen die zukünftigen Schulkinder das Personal, die Räumlichkeiten und die verschiedenen Spielmöglichkeiten kennen.
Somit wird bei den Kindern die Vorfreude auf die kommende, spannende Zeit geweckt.
4.5 Mikrotransitionen – die kleinen Übergänge im Alltag
Mikrotransitionen sind kleine Übergänge im Tagesablauf des Kindergartens. Sie begleiten die Kinder beim Wechsel von einer Aktivität zur nächsten und finden mehrmals täglich statt. Beispiele hierfür sind der Übergang vom Freispiel zum Morgen- oder Mittagskreis, vom Gruppenraum in den Garten, vom Spielen zum Mittagessen oder vom Aufenthalt im Garten oder in anderen Gruppen zurück in die Stammgruppe.
Diese Übergänge stellen für Kinder wichtige Lern- und Entwicklungssituationen dar. Sie müssen sich auf neue Anforderungen einstellen, Aktivitäten beenden und sich auf etwas Neues einlassen. Klare Strukturen, wiederkehrende Rituale, Lieder oder Signale geben den Kindern dabei Orientierung und Sicherheit. Durch eine einfühlsame Begleitung werden Mikrotransitionen positiv gestaltet und tragen zu einem ruhigen, wertschätzenden und gelungenen Tagesablauf bei.


