3. Kompetenzstärkung der Kinder im Rahmen der Bildungs- und Erziehungsbereiche
3.1 Das Spiel als elementare Form des Lernens
Das Freispiel ist ein wesentlicher Bestandteil unseres pädagogischen Alltags und besitzt einen hohen Bildungswert. Es bietet den Kindern die Möglichkeit, ihre Spielpartner, Spielorte, Materialien sowie die Dauer ihres Spiels selbst zu wählen. Dadurch erleben sie Selbstbestimmung und gestalten ihre Lernprozesse aktiv mit.
Im Freispiel setzen sich Kinder eigenständig mit ihrer Umwelt auseinander. Sie entdecken Zusammenhänge, sammeln Erfahrungen und entwickeln eigene Lösungsstrategien. Dabei erwerben und vertiefen sie grundlegende Kompetenzen, die im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan als Basiskompetenzen beschrieben werden.
Im gemeinsamen Spiel lernen Kinder, miteinander zu kommunizieren, Regeln auszuhandeln, Rücksicht zu nehmen und Konflikte konstruktiv zu lösen. Sie entwickeln Empathie, Teamfähigkeit und erleben sich als Teil einer Gemeinschaft. Gleichzeitig werden Kreativität, Fantasie und Problemlösefähigkeiten gefördert, indem Kinder ihre Ideen frei entfalten und eigene Spielwelten gestalten.
Während der Freispielzeit muss nicht jede Situation von Erwachsenen angeleitet oder mit Angeboten gefüllt werden. Wenn Kinder Zeit und Raum erhalten, vermeintliche Langeweile auszuhalten, entwickeln sie eigene Ideen, werden kreativ und finden selbstständig Wege, sich zu beschäftigen. Gerade in diesen Momenten entstehen häufig fantasievolle Spielideen, Rollenspiele oder neue Lösungsansätze.
Die pädagogischen Fachkräfte begleiten das Freispiel aufmerksam und wertschätzend, sie beobachten die Kinder, erkennen ihre individuellen Interessen und Entwicklungsbedürfnisse. Sie schaffen eine anregende Lernumgebung mit vielfältigen Spiel- und Erfahrungsangeboten. Bei Bedarf geben sie Impulse, unterstützen Lernprozesse und stärken die Selbstständigkeit der Kinder, ohne deren Eigeninitiative einzuschränken.
Freispiel bedeutet somit nicht „freies Beschäftigt Sein“, sondern ist eine bedeutende Form des Lernens. Kinder lernen spielerisch, ganzheitlich und mit Freude entsprechend ihrem individuellen Entwicklungsstand und ihrem eigenen Lerntempo. Durch das freie Spiel entwickeln sie wichtige Kompetenzen für ihre persönliche, soziale und emotionale Entwicklung und legen damit eine Grundlage für lebenslanges Lernen.
3.2 Inklusion: Pädagogik der Vielfalt
Inklusion ist ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit und bedeutet für uns, dass alle Kinder – unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen, Fähigkeiten, Stärken oder Unterstützungsbedarfen – selbstverständlich zur Gemeinschaft dazugehören. Jedes Kind soll die Möglichkeit haben, am Kindergartenalltag aktiv teilzunehmen, sich angenommen zu fühlen und sich individuell entfalten zu können.
Unser gemeinsames Ziel ist es, Inklusion im Alltag zu leben. Dabei verstehen wir Vielfalt als Normalität und Bereicherung. Kinder lernen voneinander und miteinander – durch gemeinsame Erfahrungen, gegenseitige Rücksichtnahme und das Erleben von Gemeinschaft. Inklusion beginnt für uns mit einer offenen und wertschätzenden Haltung. Sie bedeutet mehr als Integration: Nicht das Kind muss sich an die bestehenden Bedingungen anpassen, sondern wir gestalten unsere pädagogische Arbeit so, dass jedes Kind bestmöglich teilhaben kann. Dabei orientieren wir uns an den individuellen Bedürfnissen der Kinder und passen Strukturen, Angebote und den Tagesablauf entsprechend an.
Unsere Einrichtung verfügt über Erfahrung im Umgang mit Kindern mit erhöhtem Förderbedarf sowie in der inklusiven Begleitung innerhalb der Gruppe. Durch gezielte Beobachtung, individuelle Unterstützung und eine enge Zusammenarbeit mit Eltern und Fachstellen schaffen wir bestmögliche Entwicklungs- und Teilhabemöglichkeiten für jedes Kind.
Unser Team ist multiprofessionell aufgestellt. Fachkräfte wie Sozialpädagoginnen, Heilerziehungspflegerinnen, Fachkräfte für Inklusion, Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen arbeiten eng zusammen und bringen ihre unterschiedlichen fachlichen Kompetenzen in den Alltag ein. Dadurch können die Kinder individuell begleitet und unterstützt werden. Ebenso wichtig ist die Zusammenarbeit mit externen Fachdiensten und weiteren Fachstellen. Dazu gehören unter anderem Sprachheilpädagoginnen, Heilpädagoginnen, Ergotherapeutinnen, Logopädinnen sowie Physiotherapeutinnen. Der regelmäßige Austausch unterstützt uns dabei, Kinder ganzheitlich zu fördern und individuell auf ihre Bedürfnisse einzugehen.
Fort- und Weiterbildungen sowie regelmäßige Teamgespräche helfen uns dabei, unsere pädagogische Arbeit stetig weiterzuentwickeln. Inklusion ist für uns ein fortlaufender Prozess und ein Thema, an dem wir gemeinsam kontinuierlich arbeiten. Wir lernen ständig dazu, reflektieren unsere Arbeit und sensibilisieren uns immer wieder neu für die unterschiedlichen Bedürfnisse und Lebenssituationen von Kindern und Familien.
Unser Ziel ist es, eine Umgebung zu schaffen, in der sich jedes Kind willkommen, wertgeschätzt und als wichtiger Teil der Gemeinschaft erleben kann.
3.3 Gesunde Ernährung
Gesundheitsförderung ist ein wesentlicher Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die körperliche und geistige Entwicklung der Kinder und stärkt ihr Wohlbefinden. Die Mahlzeiten bieten darüber hinaus vielfältige Bildungsgelegenheiten, in denen soziale Kompetenzen, Selbstständigkeit und alltagspraktische Fähigkeiten gefördert werden.
Im Sinne des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans verstehen wir Kinder als kompetente Mitgestalter ihres Alltags. Partizipation und Selbstbestimmung sind daher zentrale Grundsätze während der Mahlzeiten. Die Kinder entscheiden eigenverantwortlich, was und wie viel sie essen möchten. Dabei orientieren sie sich an ihrem individuellen Hunger- und Sättigungsgefühl. Sie werden ermutigt, neue Lebensmittel kennenzulernen und vielfältige Geschmackserfahrungen zu sammeln, ohne Druck oder Zwang auszuüben.
Die Kinder übernehmen ihrem Entwicklungsstand entsprechend Verantwortung bei der Gestaltung der Mahlzeiten, beispielsweise beim Tisch decken, Servieren und Abräumen. In einer ruhigen, wertschätzenden Atmosphäre erleben sie die Mahlzeiten als gemeinschaftliches Ereignis. So fördern wir einen achtsamen Umgang mit Lebensmitteln, ein gesundes Essverhalten sowie die Entwicklung von Eigenverantwortung und Gesundheitskompetenz.
Brotzeit
Die gleitende Brotzeit findet während der Freispielzeit statt und ermöglicht den Kindern, den Zeitpunkt ihrer Brotzeit innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens selbst zu wählen, dadurch wird die Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse gestärkt und die Kinder lernen, ihr Hunger und Sättigungsgefühl bewusst wahrzunehmen und eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen. Die Fachkräfte schaffen Raum für soziale Begegnungen und einer positiven Esskultur, die Kinder werden kurz vor der festgelegten Brotzeit nochmal an die Brotzeit erinnert. Wir legen Wert auf eine ausgewogene und gesunde Brotzeit und begleiten die Kinder dabei, einen wertschätzenden Umgang mit Lebensmittel sowie gesunde Ernährungsgewohnheiten zu entwickeln.
Bei besonderen Anlässen, wie Geburtstagsfeiern oder dem gesunden Frühstück das die Gruppen anbieten, findet eine gemeinsame Brotzeit statt. Bei den Geburtstagsfeiern bereiten die Eltern Kuchen, Muffins oder andere mitgebrachten Lebensmittel für die Kindergartengruppe vor. Bei unserem gesunden Frühstück, hängen vor den Gruppentüren Buffetlisten aus, in denen sich die Familien eintragen können, das Frühstück wird gemeinsam mit den Kindern vor der Brotzeit vorbereitet und als Buffet aufgestellt.
Mittagessen
Unser Mittagessen wird täglich frisch von der Küche in der Kinderkrippe und Kinderhort zubereitet und geliefert. Wöchentlich wird von unserem Küchenteam ein Speiseplan nach Kriterien der DGE (Deutsche Gesellschaft der Ernährung) erarbeitet. Dieser ist zugänglich auf unserer Kita App, oder hängt vor den Türen der Gruppen aus. Bei der Auswahl der Lebensmittel legt die Küche Wert auf Regionalität und saisonaler Verfügbarkeit, dadurch ist der Speiseplan immer abwechslungsreich gestaltet und die Kinder haben die Möglichkeiten verschiedene Lebensmittel zu probieren und verschiedene Geschmackserfahrungen zu sammeln. Die Kinder haben täglich die Auswahl an mehreren Komponenten, die sie gleichzeitig zur Verfügung gestellt bekommen, so können die Kinder die Reihenfolge selbst entscheiden wie und was sie zuerst essen wollen.
3.4 Basiskompetenzen
Die Förderung der Basiskompetenzen bildet eine zentrale Grundlage unserer pädagogischen Arbeit. Basiskompetenzen sind grundlegende Fähigkeiten, Fertigkeiten und Eigenschaften, die Kinder dabei unterstützen, ihre Entwicklung aktiv zu gestalten, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen und ihre Umwelt selbstständig zu entdecken. Voraussetzung für eine gelingende Entwicklung ist die Erfüllung der grundlegenden psychologischen Bedürfnisse nach sozialer Eingebundenheit, Autonomie und Kompetenzerleben. Diese stärken das Wohlbefinden, die Lernfreude und die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes und bilden die Basis für lebenslanges Lernen.
Selbstwahrnehmung
Sie umfasst die Fähigkeit des Kindes, sich selbst mit seinen Gefühlen, Bedürfnissen, Stärken und Grenzen bewusst wahrzunehmen und ein positives Selbstkonzept zu entwickeln. Der Kindergarten unterstützt diesen Entwicklungsprozess durch wertschätzende Beziehungen, altersgerechten Mitbestimmung und vielfältigen Erfolgserlebnissen. In einer vertrauensvollen und wertschätzenden Atmosphäre werden den Kindern Sicherheit und Anerkennung vermittelt. Ein gesundes Selbstwertgefühl bildet die Grundlage für eigenverantwortliches Handeln und die Persönlichkeitsentwicklung.
Motivationale Kompetenzen
Die Förderung motivationaler Kompetenzen ist ein bedeutender Bildungsauftrag des Kindergartens. Ziel ist es, die Kinder in ihrer Selbstwirksamkeit, Eigeninitiative, Entscheidungsfähigkeit und Lernfreude zu stärken. Die Kinder sollen Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln und erleben, dass ihr Handeln Wirkung zeigt. Durch die Begleitung des pädagogischen Personals und der anregenden Lernumgebung unseres Kindergartenalltags, werden Neugier, Ausdauer und die Bereitschaft gefördert, neue Herausforderungen als Lernchancen anzunehmen.
Kognitive Kompetenzen
Die Förderung kognitiver Kompetenzen unterstützt Kinder dabei, ihre Umwelt aktiv mit allen Sinnen zu erforschen, Zusammenhänge zu erkennen und Probleme selbstständig zu lösen. Durch vielfältige Bildungsangebote aus dem Alltag oder auch geplante Beschäftigungen, werden Wahrnehmung, Denkfähigkeiten, Konzentration, Gedächtnis, Kreativität sowie sprachliche und mathematische Vorkenntnisse angeregt. Durch Neugier und Entdeckerfreude werden die Kinder ermutigt eigene Lösungswege zu entwickeln, um neue Erfahrungen und Wissen nachhaltig zu verankern.
Physische Kompetenzen
Physische Kompetenzen bilden eine wichtige Grundlage für die Entwicklung, sie stärkt die Gesundheit, das körperliche Wohlbefinden und die Selbstständigkeit der Kinder. Durch vielfältige Bewegungsangebote, sowie die Unterstützung bei der Entwicklung eines gesundheitsbewussten Verhaltens werden motorische Fähigkeiten, Körperwahrnehmung und die Übernahme von Verantwortung für den eigenen Körper gefördert. Der Kindergarten schafft eine bewegungsfreundliche und gesundheitsfördernde Umgebung, in der Kinder ihre körperlichen Fähigkeiten altersgerecht entwickeln und Freude an Bewegung erleben können.
Soziale Kompetenzen
Soziale Kompetenzen ermöglichen Kindern, tragfähige Beziehungen aufzubauen und respektvoll mit anderen Menschen umzugehen. Der Kindergarten fördert Empathie, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit sowie die Fähigkeit, Konflikte konstruktiv zu lösen. Durch das tägliche Miteinander lernen die Kinder, Verantwortung zu übernehmen, Regeln einzuhalten und die Bedürfnisse anderer wahrzunehmen und zu achten.
Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenz
Die Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenz unterstützt Kinder dabei, Achtung, Toleranz, Verantwortung und Wertschätzung im täglichen Miteinander zu entwickeln. Der Kindergarten vermittelt gesellschaftliche und demo-kratische Grundwerte und begleitet die Kinder dabei, Regeln zu verstehen, unterschiedliche Perspektiven zu respektieren sowie verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll zu handeln.
Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme
Die Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme wird durch die aktive Beteiligung der Kinder am Kindergartenalltag gefördert. Der Kindergarten schafft Gelegenheiten, Verantwortung für das eigene Handeln, für die Gemeinschaft sowie für die Umwelt zu übernehmen. Dadurch entwickeln die Kinder Selbstständigkeit, Rücksichtnahme und ein verantwortungsbewusstes Handeln.
Fähigkeiten und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe
Demokratische Teilhabe ermöglicht Kindern, Mitbestimmung und gemeinschaftliches Handeln im Alltag zu erfahren. Der Kindergarten schafft Möglichkeiten durch Kinderkonferenzen, gemeinsame Entscheidungsprozesse, Gesprächsrunden und die aktive Beteiligung an der Gestaltung des Kindergartenalltags teilzunehmen. Dabei lernen die Kinder, ihre Meinung zu äußern, andere Sichtweisen zu respektieren und Verantwortung in der Gemeinschaft zu übernehmen. So werden Selbstvertrauen, Toleranz und ein Verständnis für demokratische Prozesse gefördert.
Lernmethodische Kompetenz – Lernen wie man lernt
beschreibt die Fähigkeit der Kinder, sich Wissen anzueignen, Lernprozesse bewusst wahrzunehmen und zunehmend selbstständig zu gestalten. Der Kindergarten unterstützt sie dabei, eigene Lösungswege zu entwickeln, Erfahrungen zu reflektieren und Freude am Lernen zu erfahren.
Widerstandsfähigkeit (Resilienz)
Resilienz unterstützt Kinder dabei, Herausforderungen und Veränderungen zu bewältigen sowie mit Belastungen angemessen umzugehen. Der Kindergarten stärkt diese Kompetenz durch eine wertschätzende und sichere Umgebung, in der Kinder Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln, Lösungsstrategien erproben und Zuversicht im Umgang mit neuen Situationen gewinnen.
3.5 Bildungs- und Erziehungsbereiche bei uns im Kindergarten
Werteorientierung und Religiosität
Die Kinder lernen zentrale Elemente der christlich-abendländischen Kultur, aber auch anderer Kulturkreise kennen. Aktiv gestalten wir gemeinsam verschiedene Feste im Jahreskreis:
Erntedank, Martinsfest, Besuch vom Nikolaus, Advent, Weihnachten, Fasching, Ostern. Wir sind offen für alle Feste, die in anderen Kulturen gefeiert werden und freuen uns, wenn wir auch diese gemeinsam feiern können. Wir sehen diese als große Bereicherung in unserem Alltag. Die Kinder bekommen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Wertigkeit ihrer eigenen Person und der Wertigkeit anderer Menschen, sowie ihrer Umwelt vermittelt.
Die Vermittlung von Werten erarbeiten wir in Besprechungen mit den Kindern und in unserer Rolle als pädagogisches Vorbild.
Sprachliche Bildung und Erziehung
Die Sprache ist das Werkzeug, mit dem wir Gedanken, Wünsche und Gefühle ausdrücken und mit anderen Austauschen. Im sprachlichen Umgang miteinander und mit Erwachsenen lernt das Kind zu reden, zuzuhören, nachzufragen und durch Nutzen der Sprache Lösungen zu finden. In der Einrichtung lernen die Kinder sich angemessen in der deutschen Sprache sowie in Mimik und Gestik auszudrücken, längeren Darstellungen oder Erzählungen zu folgen und selbst Geschichten zusammenhängend zu erzählen.
Sie erweitern ihren Wortschatz, die Begriffs- und Lautbildung, Satzbau und sprachliche Abstraktion entsprechend ihrem Entwicklungsstand.
Wir fördern dies mit Alltagsgesprächen, Sachinformationen, Geschichten, Märchen, Bilder- und Fachbüchern, Liedern, Fingerspielen, Reimen, Rollenspielen, Hördifferenzierungen und Schulung der phonologischen Bewusstheit.
Mathematische Bildung
Das Erkennen, Unterscheiden und Deuten von Mustern ist eine der frühesten Lernleistung eines jeden Kindes. Überall in seiner Umwelt trifft das Kind auf Zahlen, Mengen und Größen, naturwissenschaftlichen Besonderheiten, die es interessieren und mit denen es sich auf seine Art und Weise beschäftigen kann.
Kinder lernen dem individuellen Entwicklungsstand entsprechend mit Zahlen, Mengen und geometrischen Formen umzugehen, diese zu erkennen und zu benennen. Ebenso erfahren sie Zeiträume, sie wiegen Gewichte, messen Längen, vergleichen Rauminhalte, üben den Umgang mit Geld und erhalten dabei erste wirtschaftliche Zusammenhänge.
Wir vermitteln dies z.B. durch Abzählen der Kinder, Zuordnen verschiedener Formen, verschiedene Konstruktionsmaterialien und mathematischen Spielen.
Naturwissenschaftliche und technische Bildung
Kinder entdecken ihre Umwelt mit Neugier und Forschergeist. Im Kindergarten schaffen wir vielfältige Möglichkeiten zum Beobachten, Experimentieren und Ausprobieren. Durch den Umgang mit Wasser, Sand, Magneten, Licht, Naturmaterialien und einfachen technischen Alltagsgegenständen sammeln die Kinder erste naturwissenschaftliche und technische Erfahrungen. Dabei fördern wir ihre Freude am Entdecken, ihr logisches Denken, ihre Kreativität sowie das gemeinsame Fragen, Vermuten und Finden von Lösungen.
Umweltbildung und –Erziehung
Kinder lernen, ökologische Zusammenhänge zu erkennen und mitzugestalten, ein Bewusstsein für die Wichtigkeit und den Erhalt einer gesunden Umwelt. Sie entwickeln zunehmend Verantwortung für ein umweltbezogenes Handeln und für die Welt, in der sie leben. Sie üben verantwortungsvollen Umgang mit der Natur, lernen Pflanzen und Tiere kennen und achten. Wir erkunden die Umgebung und machen verschiedene Exkursionen, z.B. zum Kartoffelacker. Auch pressen wir bei guter Ernte Apfelsaft im Kindergarten mit Unterstützung des Gartenbauvereins.
Im Kindergarten trennen Kinder wie Erwachsene Müll und auch durch das Projekt „Echinger Umweltengel“ wird der Umgang mit Müll in der Natur gelebt.
Informationstechnische Bildung, Medienbildung und Medienerziehung
Digitale Medien werden in unserer Einrichtung bewusst, zielgerichtet und altersgerecht eingesetzt. Sie ergänzen unsere pädagogische Arbeit, ersetzen jedoch nicht das unmittelbare Erleben, das freie Spiel, die Bewegung, die Begegnung mit anderen Menschen oder die Naturerfahrung. Unser pädagogisches Handeln orientiert sich stets an den Bedürfnissen und Entwicklungsständen der Kinder und verfolgt das Ziel, sie auf eine zunehmend digital geprägte Lebenswelt vorzubereiten.
Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung
Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung ist ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Kinder setzen sich mit ihrer Umwelt auseinander, indem sie gestalten, beobachten, experimentieren und ihre eigenen Ideen kreativ ausdrücken. Dabei sammeln sie vielfältige Erfahrungen mit unterschiedlichen Materialien, Farben, Formen und Gestaltungstechniken.
In unserer Kindertageseinrichtung erhalten die Kinder regelmäßig die Möglichkeit zu malen, basteln, werken, musizieren, tanzen und Theater zu spielen. Kreative Prozesse stehen dabei im Vordergrund – nicht das fertige Ergebnis. Durch eigenes Ausprobieren entwickeln die Kinder Fantasie, Kreativität, Feinmotorik, Ausdauer und Selbstvertrauen.
Kulturelle Bildung bedeutet für uns außerdem, Kindern unterschiedliche Traditionen, Bräuche, Feste und künstlerische Ausdrucksformen näherzubringen. Dabei erleben sie kulturelle Vielfalt als Bereicherung und entwickeln Offenheit, Wertschätzung und Respekt gegenüber anderen Menschen und Lebensweisen.
Wir schaffen eine anregende Umgebung, in der Kinder ihre Ideen frei entfalten, eigene Ausdrucksmöglichkeiten entdecken und Freude am kreativen Gestalten entwickeln können.
Musikalische Bildung und Erziehung
Wir fördern dies mit gemeinsamem Singen von Liedern, Singspielen und Bewegung zur Musik. Sie begleitet den Alltag der Kinder und ist ein fester Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Durch Singen, Musizieren, Tanzen sowie Rhythmus- und Bewegungsspiele erleben die Kinder Musik mit allen Sinnen. Dabei werden Sprachentwicklung, Kreativität, Konzentration, Motorik und das soziale Miteinander gefördert. Die Kinder lernen verschiedene Lieder, Instrumente und musikalische Ausdrucksformen kennen und erfahren Musik als Möglichkeit, Gefühle auszudrücken, Gemeinschaft zu erleben und Freude am gemeinsamen Tun zu entwickeln.
Bewegungserziehung und Bewegungsförderung
Bewegung ist eine wichtige Voraussetzung für die gesunde Entwicklung von Kindern und ein fester Bestandteil unseres pädagogischen Alltags. Durch vielfältige Bewegungsangebote im Innen- und Außenbereich (Turnhalle, Wald, Garten…), Freispiele sowie in gezielten Bewegungsangeboten fördern wir Motorik, Körperwahrnehmung, Koordination und Selbstvertrauen. Die Kinder erleben Freude an der Bewegung, erweitern ihre körperlichen Fähigkeiten und lernen, ihre Umwelt aktiv und mit allen Sinnen zu entdecken.
Gesundheitserziehung
Gesundheitserziehung ist ein wichtiger Bestandteil unseres pädagogischen Alltags. Wir unterstützen die Kinder dabei, ein gesundheitsbewusstes Verhalten zu entwickeln und Verantwortung für ihr eigenes Wohlbefinden zu übernehmen. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, Körperpflege, ausreichend Ruhephasen sowie die Vermittlung von Hygieneregeln. Durch altersgerechte Angebote stärken wir das Körperbewusstsein, die Selbstständigkeit und das Verständnis für einen gesunden Lebensstil.
3.6 Vorkurs Deutsch
Im Rahmen der interkulturellen Erziehung sehen wir Mehrsprachigkeit und den Kontakt zwischen verschiedenen Kulturen als Chance und Bereicherung für die gesamte Gruppe. Die unterschiedlichen sprachlichen und kulturellen Hintergründe der Kinder bieten vielfältige Möglichkeiten, voneinander zu lernen und gegenseitigen Respekt zu entwickeln.
Da sich der Sprachentwicklungsstand der Kinder sehr unterschiedlich gestaltet, ist die gezielte Sprachförderung ein fester Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Sie findet im Gruppenalltag sowie bei Bedarf in gezielten Förderangeboten statt, um die Kinder bestmöglich auf den Schulstart vorzubereiten.
Der Vorkurs Deutsch findet in Kooperation mit der Schule statt. Ein Teil wird durch Lehrkräfte der Schule, der andere Teil durch unsere pädagogischen Fachkräfte durchgeführt. Grundlage für die Förderung ist die Sprachstandserhebung, unter anderem mithilfe des Beobachtungsverfahrens SISMIK. Ergänzend erfolgt eine Sprachstandserhebung durch die Sprengelschule.
Im „Vorkurs Deutsch“ werden insbesondere Sprechfreude, Wortschatz, Satzbau, Grammatik und Sprachverständnis spielerisch gefördert. Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern unterstützt den Entwicklungsfortschritt des Kindes.


